Haare zusammenbinden & Schäden

Nach hinten gebundenes Haar zu einem langen Pferdeschwanz
Bild: Asier Romero/Shutterstock
F: Schadet es meinen Haaren, wenn ich sie zusammenbinde?
 
A: Ein Pferdeschwanz ist für viele Anlässe eine praktische und stilvolle Option. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, wie sich diese alltägliche Gewohnheit im Laufe der Zeit auf die Gesundheit deiner Haare auswirken kann. Während ein gelegentlicher Pferdeschwanz normalerweise kein Grund zur Sorge ist, kann das regelmäßige Tragen strammer Frisuren zu erheblichen Schäden führen.
 
Ein Pferdeschwanz kann frisch und attraktiv wirken. Viele lieben den Schwung und die Leichtigkeit, die er mit sich bringt. Dennoch gibt es ein paar Dinge, die du beachten solltest, um mögliche Haarprobleme zu vermeiden. Ohne die richtige Pflege kann das ständige Zusammenbinden der Haare zu langfristigen Schäden führen.
 
Wenn du deine Haare fest zusammenbindest, entsteht ein kontinuierlicher Zug am Haaransatz und an den Haarfollikeln. Diese Zugkraft kann die Follikel schwächen und den Haarschaft schädigen. Mit der Zeit kann dies zu folgenden Problemen führen:
 
• Haarbruch, besonders am Haaransatz und an den Schläfen
 
• Brüchigen, geschwächten Strähnen
 
• Entzündungen der Haarfollikel
 
• Allmählichem Ausdünnen, insbesondere in den Bereichen mit der stärksten Belastung
 
• In schweren Fällen zu dauerhaftem Haarausfall durch nachhaltig geschädigte Follikel
 
Verschiedene Frisuren erzeugen unterschiedlich starken Zug. Glatte, stramme Pferdeschwänze – besonders hoch auf dem Kopf getragen – üben die größte Spannung aus. Ebenso können stramme Flechtfrisuren, Duts und selbst lockere Pferdeschwänze mit Haargummis ohne Stoffüberzug schädlich sein. Das Risiko steigt, wenn du diese Frisuren über längere Zeit trägst oder täglich wiederholst.
 

Die richtige Balance finden

Das bedeutet nicht, dass du deine Haare nie wieder als Pferdeschwanz tragen darfst. Ein wenig Vorsicht bewirkt hier schon viel. Regelmäßige Pausen von strammen Frisuren und haarfreundliche Gewohnheiten helfen dir dabei, die Kraft und das schöne Aussehen deiner Haare zu erhalten. Hier sind ein paar nützliche Tipps:
 
• Wechsle regelmäßig zwischen offenem Haar und zusammengebundenen Frisuren ab.
 
• Variiere die Höhe des Pferdeschwanzes, um dauerhaften Druck auf stets dieselbe Stelle zu vermeiden.
 
• Entscheide dich wenn möglich für tiefere, locker gebundene Pferdeschwänze.
 
• Nutze stoffummantelte Haargummis oder Scrunchies, um schädliche Reibung zu reduzieren.
 
• Nimm Haargummis vor dem Schlafen heraus, damit sich deine Haare über Nacht erholen können.
 
Haare zusammenbinden und Haarschäden
 

Zusätzliche Risikofaktoren

Nicht jeder Mensch ist gleich anfällig für Haarschäden, und es ist schwer vorherzusagen, wie schnell Probleme tatsächlich auftreten. Bestimmte Faktoren können dein Risiko jedoch erhöhen, wie zum Beispiel:
 
• Haartyp und -struktur (feines Haar ist deutlich anfälliger)
 
• Bereits vorhandene Schäden oder der allgemeine Haarzustand
 
• Häufige chemische Behandlungen oder regelmäßiges Hitzestyling
 
• Mangelnder Feuchtigkeitsgehalt der Haare
 
Schädliches Haargummi mit Metallteil
 
Indem du dir dieser Faktoren bewusst bist und etwas Abwechslung in dein Styling bringst, kannst du die Praktikabilität von Pferdeschwänzen und Hochsteckfrisuren genießen, ohne die langfristige Gesundheit und Schönheit deiner Haare zu gefährden.
 
©Hairfinder.com
 
Siehe auch: Noch mehr Fragen zu strapaziertes Haar