Gründe für Haarausfall

A: Die kurze Antwort lautet: Auch wenn diese beiden Gewohnheiten wahrscheinlich nicht die Hauptursache für einen anhaltenden Haarausfall über fünf Jahre hinweg sind, können sie bei falscher Anwendung durchaus zu Haarbruch führen und die Haarwurzeln stark belasten.
So wirken sich die beiden Styling-Gewohnheiten tatsächlich aus:
• Der Handtuch-Turban: Das stramme Eindrehen der Haare in ein schweres Baumwolltuch übt einen dauerhaften Zug auf die Haarwurzeln aus. Das kann mit der Zeit zu einer sogenannten Traktionsalopezie führen. Da Haare im nassen Zustand besonders empfindlich und instabil sind, sorgen schwere Handtücher zusätzlich für starken Haarbruch.
Dieser Zug und der Haarbruch entstehen meist schleichend, ohne dass man sofort Kopfhautschmerzen oder sichtbare Reizungen bemerkt. Um diese Belastung zu vermeiden, könnte deine Mama dazu übergehen, das überschüssige Wasser vorsichtig mit einem saugfähigen Mikrofaserhandtuch oder einem weichen T-Shirt auszudrücken, anstatt ein schweres Handtuch stramm um den Kopf zu wickeln.
• Haarspray: Die übermäßige Nutzung von Haarspray schadet den Haarfollikeln nicht direkt und stoppt auch nicht das Nachwachsen neuer Haare. Allerdings können die Inhaltsstoffe das Haar stark austrocknen. Wenn das verfestigte Haar dann täglich gebürstet oder gekämmt wird, bricht es leicht ab – was optisch schnell wie dünner werdendes Haar wirkt. Ein tatsächlicher Haarausfall durch Haarspray ist extrem selten und kommt meist nur bei einer allergischen Reaktion oder Kontaktdermatitis auf der Kopfhaut vor.
Meine Empfehlung: Da deine Mama schon seit fünf Jahren unter Haarausfall leidet, sind äußere Styling-Gewohnheiten ziemlich sicher nicht die Ursache. Sie sollte am besten einen Termin bei einem Arzt oder einer Dermatologin vereinbaren. Dort können gezielte Blutuntersuchungen und ein genauer Check der Kopfhaut durchgeführt werden, um das eigentliche Problem zu finden. Mit der passenden Diagnose lassen sich viele Formen von Haarausfall heutzutage sehr effektiv behandeln oder zumindest gut in den Griff bekommen.
©Hairfinder.com
Siehe auch: Noch mehr Fragen zu Haarausfall