Spliss einzeln schneiden

Mädchen, das ihr Haar nach Spliss absucht
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F: Ich habe die Angewohnheit, Spliss sofort einzeln abzuschneiden, sobald ich ihn entdecke. Jetzt frage ich mich allerdings, ob das vielleicht eine schlechte Angewohnheit ist. Nützt es meinem Haar überhaupt oder sieht es dadurch irgendwann ungleichmäßig aus? Ich bin mir da echt unsicher. Wenn ich genau wüsste, dass es den Haaren schadet, würde ich auf jeden Fall sofort damit aufhören.
 
A: Nun, das einzelne Schneiden von Spliss – oft auch als „Search and Destroy“-Methode bekannt – ist tatsächlich ein ziemlich sicherer und effektiver Weg, um das Problem anzugehen. Vorausgesetzt natürlich, du machst es richtig.
 
Wenn du eine gespaltene Spitze abschneidest, entfernst du den beschädigten Teil des Haarschafts. Das verhindert, dass sich der Spliss weiter nach oben frisst und das Haar noch weiter oben abbricht. Insofern tust du deinen Haaren damit definitiv einen Gefallen.
 
Es gibt jedoch drei wichtige Punkte, auf die du unbedingt achten solltest:
 
• Nutze eine echte Haarschere: Das ist die größte Fehlerquelle. Wenn du eine normale Haushalts- oder Nagelschere nimmst, richtest du meist noch mehr Schaden an. Stumpfe Klingen quetschen und fransen das Haar ab, anstatt es sauber durchzuschneiden. Das führt fast sofort zu neuem Spliss. Investiere also immer in eine scharfe, spezielle Friseurschere.
 
• Schneide oberhalb des Spliss: Schneide nicht nur genau die gespaltene Spitze ab. Setze lieber etwa einen halben Zentimeter oberhalb der beschädigten Stelle an, damit du garantiert im vollkommen gesunden Haar landest.
 
• Niemals zupfen oder aufspalten: Falls du dich dabei erwischst, wie du Spliss mit den Fingern weiter auseinanderziehst: Hör sofort damit auf! Dieses Aufreißen zerstört die schützende Schuppenschicht, schwächt die Haarsträhne extrem und sorgt dafür, dass sie noch viel weiter oben zersplittert.
 
Wie man Spliss schneidet
 
Was die Sorge angeht, dass dein Haar dadurch ungleichmäßig werden könnte: Ein gelegentlicher Schnitt hier und da fällt optisch überhaupt nicht ins Gewicht. Haare wachsen ohnehin unterschiedlich schnell, sodass vereinzelte Mikroschnitte deine Frisur nicht ruinieren. Wenn du allerdings ständig an denselben Stellen schneidest – besonders im Deckhaar oder rund ums Gesicht –, kann das in der Summe dazu führen, dass die Spitzen dort mit der Zeit dünn und fransig wirken.
 
Der größte Nachteil dieser Methode ist schlichtweg, dass sie enorm zeitaufwendig ist. Und solange du nicht wirklich jedes einzelne Haar durchforstest, wird dir immer einiges an Spliss entgehen.
 
Die bessere Langzeitstrategie ist daher ein regelmäßiger Friseurbesuch alle 6 bis 12 Wochen – je nach Haartyp und je nachdem, wie anfällig deine Haare für Spliss sind. Konzentriere dich zwischen den Terminen vor allem auf die Vorbeugung: Nutze einen guten Leave-in-Conditioner, reduziere Hitzestyling auf ein Minimum, schütze dein Haar nachts (z. B. mit einem Seidenkissenbezug oder einer Schlafhaube aus Seide) und halte deine Haarschere nur für gelegentliche kleine Ausbesserungen bereit.
 
Solange du also eine scharfe Friseurschere benutzt, ein Stück oberhalb der schadhaften Stelle ansetzt und nicht dauernd an derselben Strähne herumschneidest, ist das keineswegs eine schädliche Angewohnheit.
 
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Siehe auch: Noch mehr Fragen zu Haar schneiden