Haare bleichen, färben und Hirnschäden

A: Es gibt keinerlei wissenschaftliche Belege für die Behauptung, dass die sachgemäße, übliche Anwendung von Haarfarben und Bleichmitteln auf dem Haar zu Hirnschäden oder neurologischen Beeinträchtigungen führt. Eine intakte Kopfhaut dient als wirksame Schutzbarriere. Sie verhindert zuverlässig, dass Chemikalien in Mengen in die Blutbahn gelangen, die das zentrale Nervensystem schädigen könnten.
Es ist immer wichtig, diese Produkte in einem gut belüfteten Raum zu verwenden, sich strikt an die Anweisungen auf der Verpackung zu halten, einen Hautverträglichkeitstest zu machen und alle Haarprodukte außerhalb der Reichweite von Kindern Aufzubewahren.
Zudem enthielten in der Vergangenheit einige schrittweise nachdunkelnde Haarfarben Bleiacetat – ein bekanntes Nervengift. Die wichtigsten Regulierungsbehörden – darunter die Europäische Union (2004), Health Canada (2005) und die US-amerikanische FDA (welche das Verbot schrittweise durchgesetzt hat) – haben Bleiacetat in Haarprodukten jedoch vollständig verboten. Moderne, im Handel erhältliche Haarfarben enthalten kein Blei mehr.
Was allgemeine gesundheitliche Risiken betrifft, so haben Dutzende umfassender wissenschaftlicher Studien über die letzten Jahrzehnte hinweg die Sicherheit von Haarfarben untersucht. Während frühere chemische Rezepturen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts noch Fragen zu möglichen Krebsrisiken aufwarfen, haben die Hersteller diese bedenklichen Stoffe bereits Ende der 1970er-Jahre aus ihren Rezepturen entfernt. Aktuelle Analysen führender globaler Gesundheitsorganisationen zeigen, dass die routinemäßige private Anwendung von Haarfarben keine eindeutige oder erhebliche Gesundheitsgefahr für Verbraucher darstellt.
Nach dem aktuellen wissenschaftlichen Konsens birgt die normale Nutzung von Haarfarben somit kein allgemeines Gesundheitsrisiko – auch wenn im Einzelfall allergische Kontaktdermatitis oder Hautreizungen auftreten können. Wenn du eine schwere Reaktion auf ein Haarprodukt bei dir feststellst, solltest du umgehend einen Arzt aufsuchen.
©Hairfinder.com
Siehe auch: Noch mehr Fragen zu Haar Färben