Feines Haar glätten

Eine Frau, die ein Glätteisen bei ihrem feinen Haar benutzt
Bild: Lana K./Shutterstock
F: Ist es okay, feines Haar mit einem Glätteisen zu glätten? Meine beste Freundin würde mich ihr Keramik-Glätteisen benutzen lassen, aber ich habe Angst, dass es meine Haare beschädigt. Gibt es besondere Vorsichtsmaßnahmen, die ich beachten sollte, da mein Haar viel feiner und empfindlicher ist als das dicke Haar meiner Freundin?
 
A: Ja, absolut! Du kannst dein Haar ganz unbesorgt glätten, solange du die Technik an deinen speziellen Haartyp anpasst. Da dein Haar fein ist, lässt es sich tatsächlich viel leichter glätten als das deiner Freundin – gleichzeitig braucht es aber auch besonders viel Schutz, um gesund zu bleiben.
 
Erstens solltest du unbedingt einen hochwertigen Hitzeschutz verwenden, noch bevor das Glätteisen dein Haar überhaupt berührt. Such am besten nach einem Produkt mit Inhaltsstoffen wie Silikonen oder hydrolysierten Proteinen. Diese verlangsamen die Wärmeübertragung und schützen die Schuppenschicht des Haares. Trage den Hitzeschutz einfach nach den Packungsanweisungen auf und achte darauf, dass er sich gleichmäßig von den Längen bis in die Spitzen verteilt – denn dort entstehen Schäden am schnellsten.
 
Zweitens solltest du eine viel niedrigere Temperatureinstellung am Glätteisen wählen als deine Freundin. Da feines Haar einen viel geringeren Durchmesser hat, brauchst du keine extreme Hitze, um die Struktur zu verändern. Wenn das Glätteisen deiner Freundin verstellbar ist, fange am besten immer mit der niedrigsten Stufe an und erhöhe sie nur ganz minimal, falls es wirklich nötig sein sollte. Wenn du einfach ihre hohe Temperatureinstellung übernimmst, riskierst du, dein Haar sofort zu verbrennen und es auf Dauer auszudünnen.
 
Bevor du überhaupt loslegst, stelle bitte sicher, dass dein Haar zu 100 % trocken ist. Benutze ein Glätteisen niemals auf feuchtem oder nassem Haar! Wenn Wasser, das im Inneren des Haares eingeschlossen ist, plötzlicher, großer Hitze ausgesetzt wird, kocht es sofort und verwandelt sich in Dampf. Dieser sich ausdehnende Dampf sprengt die Haarfaser von innen heraus, wodurch das Haar dauerhaft geschwächt wird und super leicht bricht.
 
Um die glättesten Ergebnisse mit dem geringsten Schaden zu erzielen, teilst du dein Haar am besten in kleine, handliche Partien auf. Das sieht im ersten Moment nach mehr Arbeit aus, aber das Glätten dünner Strähnen sorgt dafür, dass sich die Hitze schon beim ersten Mal perfekt verteilt. Das bedeutet wiederum, dass du nicht mehrmals über dieselbe Haarsträhne gehen musst. Und weniger Züge bedeuten logischerweise auch weniger hitzebedingten Stress für dein Haar.
 
Gleite schließlich in fließenden, gleichmäßigen und relativ schnellen Bewegungen mit dem Glätteisen durch dein Haar. Lass die Heizplatten niemals länger als ein oder zwei Sekunden auf einer Stelle ruhen. Indem du das Glätteisen mit sanftem, konstantem Zug durchziehst, zauberst du Wellen ganz leicht weg und erzielst ein wunderschönes, glänzendes Finish.
 
Wenn du dich dafür entscheidest, dein Haar regelmäßig so zu stylen, versuche einfach, es nicht jeden Tag zu tun. Wenn du deinem feinen Haar ab und zu eine kleine Pause gönnst, hilft ihm das enorm dabei, seine natürliche Feuchtigkeit und Stärke zu bewahren.
 
©Hairfinder.com
 
Siehe auch: Noch mehr Fragen zu Dünnendes und Feines Haar