Wie man einen Bart kürzt

A: Seinen Bart zu trimmen ist eine grundlegende Fähigkeit, die viele Männer vernachlässigen oder ziemlich planlos angehen. Viel zu oft lassen Männer ihr Gesichtshaar wochenlang wild wachsen, um dann in einem verzweifelten Versuch, das Chaos zu bändigen, kopflos mit dem Trimmer darüber herzufallen. Dieser Alles-oder-Nichts-Ansatz führt allerdings selten zu einem schmeichelhaften Ergebnis und lässt dich schnell ungepflegt aussehen. Fakt ist: Ein gut gepflegter Bart kann unglaublich attraktiv sein – vorausgesetzt, man stellt es richtig an.
1. Hals- und Wangenlinie festlegen
Einer der wichtigsten Punkte beim Barttrimmen ist es, die Linien sauber hinzubekommen.• Die Halslinie: Die Halslinie ist besonders wichtig, da ein schlecht definierter Hals selbst den am sorgfältigsten gestutzten Bart augenblicklich ungepflegt wirken lässt. Lege für die Halslinie zwei Fingerbreit über deinen Kehlkopf und ziehe eine imaginäre, sanft geschwungene Linie von Ohr zu Ohr. Alles, was sich unterhalb dieser Linie befindet, wird glattrasiert. Das schafft eine natürlich wirkende Grenze, die weder zu hoch noch zu tief sitzt. Vermeide unbedingt den Fehler, deiner tatsächlichen Kieferlinie zu folgen – das führt meist zu einer viel zu hohen Halslinie und kann optisch den Eindruck eines Doppelkinns erwecken.

• Die Wangenlinie: Auch die Wangenlinie verdient deine volle Aufmerksamkeit. Nutze die natürliche Linie, die vom Tragus deines Ohres (dem kleinen Knorpelteil direkt vor dem Gehörgang) bis zum Mundwinkel verläuft, als Orientierungshilfe. Das schafft eine saubere Kante, die dein Gesicht perfekt einrahmt. Einige Männer bevorzugen eine etwas tiefere Wangenlinie für ein besonders markantes Aussehen. Geh jedoch nicht zu tief, da dein Bart sonst schnell unvollständig oder künstlich wirken kann.

2. Das Trimmen
Sorge vor dem Start für sauberes, trockenes Haar, um den präzisesten Schnitt zu erzielen. Nasses Haar wirkt optisch länger und führt beim Trimmen schnell zu Fehlern. Arbeite dich am besten systematisch vor: Beginne mit den längsten Stellen und arbeite dich Schritt für Schritt zu den kürzeren Partien vor.Wenn du einen Trimmer mit Aufsätzen benutzt, trimme gegen die Haarwuchsrichtung, um einen besonders gleichmäßigen Schnitt zu erzielen. Gehe lieber mehrmals geduldig über dieselben Stellen, anstatt zu versuchen, die gewünschte Länge in einem einzigen, hastigen Durchgang zu erreichen.
Hinweis: Wenn du sehr empfindliche Haut oder dickes, lockiges Haar hast, trimme zuerst mit der Wuchsrichtung, um die Masse zu reduzieren. Gehe erst für den letzten Schliff gegen die Wuchsrichtung vor, um Hautirritationen und eingewachsene Haare zu vermeiden.

Achte besonders auf den Schnurrbartbereich, da dieser oft schneller und in ganz anderen Winkeln wächst als der Rest deines Bartes. Nutze eine kleine Bartschere oder einen Präzisionstrimmer, um die Konturen entlang deiner Lippenlinie vorsichtig in Form zu bringen. So verhinderst du, dass du aus Versehen ein ungleichmäßiges Gesamtbild erzeugst.
3. Pflege & Conditioning nach dem Trimmen
Sobald du deine Wunschform erreicht hast, wird die Routine um einiges einfacher. Plane fest ein, deine Konturen alle zwei bis drei Tage nachzurasieren, damit sie dauerhaft scharf und sauber bleiben. Der Rest deines Bartes braucht etwa alle vier bis sechs Tage deine Aufmerksamkeit – je nachdem, wie schnell dein Haar wächst und wie akkurat dein Look sein soll.Deinen Bart zu pflegen ist übrigens genauso wichtig wie das eigentliche Trimmen. Gesichtshaar ist meist deutlich störrischer als das Haar auf deinem Kopf und profitiert daher enorm von täglicher Feuchtigkeit.

Wichtig: Benutze auf keinen Fall normalen Haar-Conditioner für dein Gesicht! Die Kopfhaut ist relativ dick, deine Gesichtshaut hingegen dünn und hochsensibel. Normale Haar-Conditioner enthalten oft schwere Silikone und Wachse, die speziell für das Kopfhaar entwickelt wurden. Im Gesicht verstopfen sie im Handumdrehen die Poren, was zu Unreinheiten, Pickeln und lästigen Reizungen führt.
Greife stattdessen zu einer dieser gesichtsschonenden Methoden:
• Bartöl: Trage direkt nach dem Abtrocknen ein paar Tropfen eines hochwertigen Bartöls auf Haut und Haar auf. Achte auf nicht-komedogene (die Poren nicht verstopfende) Trägeröle wie Jojoba-, Argan- oder Traubenkernöl. Dies ahmt die natürlichen Öle deiner Haut nach und hält das Barthaar geschmeidig, ohne deine Poren zu belasten.
• Spezieller Bart-Conditioner: Wenn du ein Produkt für die Dusche bevorzugst, verwende einen Conditioner, der explizit für Bärte entwickelt wurde. Er lässt sich rückstandslos auswaschen, ohne porenverstopfende Reste auf deiner Gesichtshaut zu hinterlassen.
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Siehe auch: Noch mehr Fragen zu Bart und Schnurrbart